Grußwort der Elternbeiratsvorsitzenden des Gymnasiumsfür alle Elternbeiräte (Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum)

 

"Häuser der Hoffnung" heißt ein Schulprojekt für Mädchen in Mali/Afrika, das neu ins Leben gerufen wurde und wir seit Weihnachten 2004 unterstützen. Vor 75 Jahren begannen auch die St.-Irmengard-Schulen als Häuser der Hoffnung. Seit den Anfängen wurde das schulische Angebot für Mädchen ständig weiter entwickelt und ausgebaut; sie haben  eine politisch wechselhafte Geschichte, sowie ein Jahrhunderthochwasser überstanden und genießen einen weithin anerkannten Ruf.

Seit einem dreiviertel Jahrhundert entscheiden sich Eltern bewusst für diese christlichen Schulen. Gerade in jüngster Zeit wird der Ruf nach klaren Werten wieder lauter, denn sie geben Halt und Orientierung im Alltag. Es ist für unsere Töchter eine Lebensphase mit großen Herausforderungen. Wir Eltern und die Lehrkräfte an unseren Schulen haben die Aufgabe diesen anspruchsvollen Prozess zu begleiten, damit sie in der Welt von heute bestehen und sich in der Welt von morgen bewähren können.

Unsere Kinder werden in Zukunft wesentlich mehr Zeit in der Schule verbringen und damit wächst die Verantwortung der Lehrkräfte. Gerade deshalb wird der Dialog zwischen Schule und Elternhaus immer wichtiger. An den St.-Irmengard-Schulen wurde und wird der Elternbeirat immer ernst genommen und mit einbezogen. Wir als gewählte Elternvertreter können enger mit der Schule zusammen arbeiten und haben das Ziel ein vertrauensvolles Verhältnis zu den  Eltern, Schülerinnen, Lehrkräften und Schulleitung zu pflegen und weiter zu intensivieren. Um schulische Veränderungen, wie z.B. G8, mit gestalten zu können und uns in der Staatsregierung oder dem Schulträger ein besseres Gehör zu verschaffen, arbeitet der Beirat in schulübergreifenden Elternvereinigungen wie der EVO (Landeselternbereinigung der Ordensschulen) und LEV (Landeselternvereinigungen für die Gymnasien, sowie der Realschulen) mit. Anlässlich solcher Tagungen bekomme ich von Elternvertretern anderer Schulen regelmäßig zu hören, dass wir um unser gutes Schulklima und unsere intakte Schulfamilie beneidet werden. Die St.-Irmengard-Schulen haben sich auch durch die Projekte Zfu und Modus 21 in ganz Bayern einen besonderen Ruf erworben. Selbst nach zwei Jahren werde ich noch begeistert auf die EVO-Jahrestagung, die wir hier für zwei Tage ausrichteten und an der über 70 Elternvertreter bayrischer Schulen teilnahmen, angesprochen.

Leider sieht sich der Landkreis Garmisch-Partenkirchen nicht in der Lage die St.-Irmengard-Schulen finanziell zu unterstützen, deshalb gilt mein besonderer Dank dem Schulträger, der Erzdiözese München und Freising, die trotz  knapper Haushaltsmittel  unsere attraktiven Schulen erhält und hoffentlich auch in Zukunft weiter unterstützt und ausbauen kann. Ein herzlicher Dank gilt auch den Schulleitungen und den Lehrkräften, die Generationen von Mädchen im Sinne eines christlich-humanitären Welt- und Menschenbildes ausgebildet haben. Nicht zuletzt danke ich allen Schülerinnen, allen unterstützenden Eltern, Ehemaligen und allen "guten Geistern",  die "ihre" Schule mit ihrem persönlichen Einsatz prägen und geprägt haben.

Für die Zukunft der St.-Irmengard-Schulen mache ich mir keine Sorgen, wenn wir einen Ausspruch von Pfarrer Albert Hirsch beherzigen: "Niemand von uns kann so viel bewirken wie alle miteinander!" 

 

 

 

Claudia Krüger-Werner

 

zurück EBR-Seite